Natürliche Sterbebegleitung

Terminankündigung!

Seminar „Natürliche Sterbebegleitung für Tiere“

Wann:           Samstag  29. 06. &  Sonntag 30.06.2019
Wo:                in der Villa Anima, 71522 Backnang

Referentin:   Beate Bettina Schuchardt  // https://xn--natrlich-sanft-isb.de/was-ich-anbiete/natuerliche-sterbebegleitung/

Weitere Infos folgen, Interessierte dürfen sich gerne unter info@villa-anima.de melden.

 

 

Ein persönliches Statement von Vanessa Reif, 1. Vorsitzende Villa Anima e.V.:

Seit Beginn der Villa Anima im August 2015 konnte ich sehr viele Erfahrungen mit dem Thema Tod und Sterben sammeln. Im Schnitt sterben 10-12 Tiere bei uns im Jahr.

Viele Besucher sagen mir:

Das muss ja schlimm sein!
Sterben ist was Schreckliches!
Das könnte ich nicht!

Ehrlich gesagt: Nein. Sterben ist nicht Schlimm. Aber es tut weh, einen Tiergefährten nach langer Zeit gehen zu lassen. Loslassen fällt uns Menschen schwer. Den Sterbeprozess an sich kann man sich allerdings wie eine Geburt vorstellen. Tiere haben keine Angst vor dem Tod, sie nehmen es an und wissen, was passiert. Sterben ist demnach auch nichts Schreckliches – es gibt mehrere Sterbephasen, die individuell durchschritten werden und das Wissen darum macht den Umgang mit dem Abschied leichter. Das Begleiten eines sterbenden Lebewesens kostet sehr viel Kraft und Mut. Wir machen dadurch unseren Lieben auf dem Sterbebett ein großes Geschenk. Es verbindet mich mit den Tieren unheimlich, wenn ich die letzten Stunden für sie da und mit ihnen sein darf. Manche wollen auch alleine sein, das respektiere ich.

Haben die dann nicht Schmerzen?
Die verhungern ja!
Die muss man erlösen! 

Wenn Tiere genauso wie Menschen alters- oder krankheitsbedingt Schmerzen haben, gibt es meist sehr gute Möglichkeiten mit Schmerzmitteln und Homöopahtika zu helfen. Ein empathischer Tierarzt und/oder fachkompetente Terheilpraktiker sollten beratend zur Seite stehen. Mit Hilfe von Tierkommunikation können die Wünsche des Tieres erfragt werden. Sobald der Sterbeprozess anfängt – meist der Zeitpunkt, an dem sich viele Tierbesitzer zum Einschläfern aufmachen – fühlt das Tier in der Regel keinen Schmerz und keinen Hunger mehr. Die verhungern also nicht – ein sterbender Körper braucht keine Nahrung mehr, stößt eher alles ab was Ballast ist. Der Körper fällt in sich zusammen, das Tier macht evtl. seltsame Geräusche, es strampelt vielleicht. Das sind typische Dinge, die beim Sterben passieren – was viele aber nicht wissen.

Erlösen – Einschläfern. Das sind so sanfte Worte, die uns einiges versprechen. Hier sollte man sich bewusst sein: die Tiere werden getötet. Die schlafen nicht einfach ein. Wie das funktioniert, muss der Tierarzt genau erklären können. Dann sind sie erlöst – die Besitzer, von ihren Leiden ein altes krankes Tier sehen zu müssen. Niemand will sein Tier leiden sehen – doch was ist Leid? Leidet das Tier wirklich? Oder leide ich, weil ich es nicht aushalten kann? Übertrage ich meine Bedürfnisse auf mein Tier (Hunger, Schmerz)? Das Euthanasieren ist in unserer Gesellschaft so sehr etabliert, dass es sehr wenige Tiere gibt, die Zuhause gehen dürfen. Anfangs haben wir auch einige Tiere einschläfern lassen, leider oft vom Tierarzt gedrängt. Es hat sich nie richtig angefühlt. Wieso maßen wir uns an, zu urteilen was lebenswert ist und was nicht? Ich habe dazu gelernt, mich weiterentwickelt, mich informiert, auf mein Bauchgefühl gehört: die Tiere können und wollen diesen Weg selbst gehen. Das ist ein tiefes, inneres Gefühl, welches ich bei Abschieden empfinde und mir bereits in vielen Tiergesprächen mit verschiedenen Tierkommunikatorinnen bestätigt wurde.

Ein großes Anliegen ist mir daher auch, den Tierbesitzern zu sagen, mehr zu hinterfragen und sich vom Druck der Gesellschaft zu lösen – ihren Tieren zuliebe. Eine Bitte an alle Tierärzte da draußen, die alles erlösen wollen: blickt hinter Euren Horizont! Übertragt eure menschlichen Bedürfnisse nicht auf die Tiere. Es gibt sicher auch Ausnahmen, bei denen die Euthanasie hilft.  Doch natürlich Sterben sollte normal, einschläfern die Ausnahme sein, nicht andersherum. Sterben ist Teil des Lebens. Nehmen wir es an!

Ich möchte mein Tier nicht einschläfern lassen. Wo kann ich mir Hilfe holen?

Jemanden an seine Seite zu haben, der sich mit dem Sterbeprozess auskennt, der Trost und Sicherheit spendet und der einfach da ist – dies ist eine Hilfe für alle, die ihre Tiere selbstbestimmt gehen lassen möchten. In der Sterbebegleitung arbeiten wir zusammen mit:

Claudia Susann Buchholz
https://www.tiernaturheilpraxis-buchholz.de/tierkommunikation

Beate Bettina Schuchardt
https://xn--natrlich-sanft-isb.de/was-ich-anbiete/natuerliche-sterbebegleitung/